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Eingriffsregelung (Genehmigung von Eingriffen in Natur und Landschaft)

Eingriffe in Natur und Landschaft sind u. a. Veränderungen der Gestalt oder Nutzung von Grundflächen und Gewässern, welche die Leistungs- und Funktionsfähigkeit des Naturhaushaltes, die Pflanzen- und Tierwelt in ihren Lebensräumen, die natürlichen Standortverhältnisse, das Landschaftsbild, den Erholungswert oder das örtliche Klima erheblich beeinträchtigen können. Dies sind insbesonders die Errichtung von Gebäuden und Anlagen, Straßen, Sendemasten, Windkraftanlagen, die Beseitigung von Hecken, Feld- und Ufergehölzen (unter Berücksichtigung des § 39 Abs. 5 BNatSchG), die Beeinträchtigung von Schutzgebieten und von gesetzlich besonders geschützten Biotopen, der Umbruch von Grünland und die nachteilige Veränderung von Feuchtbiotopen.
Der Verursacher eines Eingriffs in Natur und Landschaft bedarf nach § 17 Abs. 3 BNatSchG einer naturschutzrechtlichen Genehmigung.
Die untere Naturschutzbehörde prüft das Vorliegen eines Eingriffstatbestandes und erteilt im Rahmen ihrer Zuständigkeiten die Eingriffsgenehmigung. Bei anderen Genehmigungen z. B. bei Baugenehmigungen geht die Entscheidung der unteren Naturschutzbehörde in diese Genehmigung mit ein.

Ziel der Eingriffsregelung ist es, die Leistungsfähigkeit des Naturhaushaltes und die Landschaftsbildqualität wieder herzustellen. Wird in die Natur eingegriffen, ist zunächst zu prüfen, ob dieser Eingriff vermieden werden kann (Vermeidungsgebot gemäß § 15 Abs. 1 BNatSchG). Ist dies nicht der Fall, so sind dem Eingriffsverursacher Minimierungsmaßnahmen aufzuzeigen. Danach erfolgt die Festsetzung von Ausgleichsmaßnahmen. Unvermeidbare Beeinträchtigungen, die nicht ausgleichbar sind, sind durch Ersatzmaßnahmen zu kompensieren. Greift beides nicht, ist per Gesetz die Ausgleichsabgabe erforderlich.

Ansprechpartner für Anfragen, Hinweise und Informationen hinsichtlich der Eingriffsregelung sind in der unteren Naturschutzbehörde die folgenden Bearbeiter bzw. die Bearbeiterin für die nachfolgend genannten Städte, Gemeinden, Landgemeinden und Verwaltungsgemeinschaften (VG):

Herr Brinkel:

Rockhausen, Amt Wachsenburg (Ortsteile Bechstedt-Wagd, Kirchheim, Werningsleben), VG Riechheimer Berg (Achelstädt, Alkersleben, Bösleben, Dornheim, Elleben, Ellichleben, Elxleben, Gügleben, Osthausen, Riechheim, Witzleben, Wülfershausen, Wüllersleben), Stadt Arnstadt (Ortsteile Branchewinda, Dannheim, Ettischleben, Görbitzhausen, Hausen, Marlishausen, Roda)

Frau Fietze:

Stadt Arnstadt mit den Ortsteilen Angelhausen-Oberndorf, Dosdorf, Espenfeld, Siegelbach und Rudisleben, Amt Wachsenburg (Ortsteile Bittstädt, Eischleben, Ichtershausen, Haarhausen, Holzhausen, Thörey, Rehestädt, Röhrensee, Sülzenbrücken)

Herr B. Friedrich:

Stadt Arnstadt (Ortsteile Kettmannshausen, Neuroda, Wipfra, Reinsfeld, Schmerfeld), Landgemeinde Geratal (Frankenhain, Geraberg, Geschwenda, Gossel, Gräfenroda, Liebenstein), VG Geratal/Plaue (Angelroda, Elgersburg, Martinroda, Neusiß, Plaue, Rippersroda)

Herr S. Friedrich:

Stadt Ilmenau mit den Ortsteilen Bücheloh, Gehren, Gräfinau-Angstedt, Heyda, Ilmenau-Roda, Jesuborn, Manebach, Möhrenbach, Penewitz, Oberpörlitz, Unterpörlitz, Wümbach

Frau Voßhage:

Stadt Ilmenau (Ortsteile Stützerbach, Frauenwald), Stadt Stadtilm (Behringen, Cottendorf, Dienstedt, Döllstedt, Dörnfeld, Ehrenstein, Geilsdorf, Gösselborn, Griesheim, Großhettstedt, Großliebringen, Hammersfeld, Hohes Kreuz, Kleinhettstedt, Kleinliebringen, Nahwinden, Niederwillingen, Oberwillingen, Oesteröda, Singen, Traßdorf), Landgemeinde Stadt Großbreitenbach (Allersdorf, Altenfeld, Böhlen, Friedersdorf, Gillersdorf, Herschdorf, Neustadt am Rennsteig, Wildenspring, Willmersdorf)  

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