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Rennsteigregion

Die Rennsteigregion im Ilm-Kreis gehört mit bis über 900 m über NN zu den Höhengebieten des Thüringer Waldes. Der bekannte Höhenwanderweg, der "Rennsteig", prägt das Bild der Region. 
Zu der Region im Ilm-Kreis gehören die Erholungsorte Frauenwald, Neustadt am Rennsteig, Altenfeld und der Luftkurort Stützerbach.

 

 

Frauenwald und der Ortsteil Allzunah
(Staatlich anerkannter Erholungsort)

Einwohner: 1.105
Höhenlage: 824 m über NN

Lang gezogen auf einem Bergrücken von 800 m Höhe breitet sich der Erholungsort Frauenwald als ältester Ort entlang des Rennsteigs aus. Graf Poppo VI. von Henneberg stiftete eine Kapelle auf den Höhen des Thüringer Waldes , die später (1218) dem Kloster Veßra zugeordnet wurde,  das hier seine Nonnen ansiedelte. Der Ort wurde "zu den frawen auf dem Wald" genannt. Diese erste Siedlung, die hier die alte Handelsstraße Erfurt-Nürnberg kreuzt, war der Ursprung des Dorfes. Die steinerne Chronik als Monument am Ortseingang erzählt seine Geschichte. Die Erwerbsquelle war bis zur Entwicklung der Glasindustrie lange Zeit der Wald. Heute prägen kleine Handwerksbetriebe und Unternehmen und besonders der Tourismus den Ort. Die ursprüngliche Natur mitten im Biosphärenreservat Vessertal, das gesundheitsfördernde Klima, die Nähe zur Talsperre Schönbrunn und die herzliche Gastfreundschaft lassen den Ort zu einem begehrten Kleinod für Erholungssuchende zu allen Jahreszeiten werden. Ein Netz von gespurten Loipen und Skiwanderwegen laden zum Wintersport ein. Frauenwald ist Austragungsort für Schlittenhunderennen bis hin zu Weltmeisterschaften. Ein Kleinod ist die Kirche Frauenwalds, die 1830 / 31 nach den Plänen des Baumeisters Karl Friedrich Schinkel erbaut wurde. Der Ortsteil Allzunah liegt direkt am Rennsteig und wird auch im Volksmund "Franzhütte" nach der Glashütte, die sich ehemals dort befand, genannt.

Stützerbach
(Luftkurort mit Kneipptradition)

Einwohner: 1.467
Höhenlage: 590 - 828 m über NN

Der Luftkurort Stützerbach liegt am Nordosthang des Thüringer Waldes inmitten einer herrlichen Mittelgebirgslandschaft. Eingebettet von ausgedehnten Wäldern erlebt man hier im Biosphärenreservat "Vessertal" urwüchsige Landschaft, glasklare Flüsse sowie seltene Pflanzen und Tiere. Stützerbach steht in Verbindung mit den drei Persönlichkeiten Johann Wolfgang von Goethe, Franz Ferdinand Greiner und Sebastian Kneipp. Die Entwicklung der technischen Glasindustrie ist mit dem Namen Greiner verbunden. Er hat in seiner Firma das erste industriell gefertigte Thermometer (1830), die erste Glühlampe (1883), das erste Thermosgefäß (1885) und die erste Röntgenröhre (1896) hergestellt. Im Goethe- und Glasmuseum, auch Gundelachsches Haus genannt, ist die Geschichte des technischen Glases dargestellt. Zu besichtigen ist weiterhin das originale Wohn- und Arbeitszimmer Goethes, der hier 13-mal wohnte. Im Heimatmuseum wird die Tradition der Glasbläserei gezeigt. Die Methoden von Sebastian Kneipp werden seit 1870 in Stützerbach angewandt. Das ansässige Kur-Natur-Lehrinstitut bildet Physiotherapeuten aus und vermittelt die Kneipptradition. Für Wander- und Nordic-Walking Freunde steht ein breit gefächertes Wegenetz zur Verfügung. Auch der Winterurlaub hat seinen festen Platz im Luftkurort. Von Stützerbach aus gehen die Sonderfahrten der Rennsteigbahn.


Neustadt am Rennsteig mit dem Ortsteil Kahlert
(Staatlich anerkannter Erholungsort)

Einwohner: 1.129
Höhenlage: 816 m über NN

Neustadt am Rennsteig liegt auf einer Hochfläche des Thüringer Waldes. Der berühmte Rennsteig verläuft direkt durch den Ort, der etwa in der Mitte der Gesamtstrecke liegt. Das einzige Rennsteigmuseum befindet sich hier. Bis 1923 war der Ort geteilt. Zwei Herrschaften (Schwarzburg-Sondershausen und Sachsen-Meiningen) bestimmten die Entwicklung. Deshalb bestehen heute noch zwei Kirchen. Die Neustädter waren Köhler, Pechsieder, Glasmacher, Schwammklopfer und Zündholzhersteller. Das Schwämmklopferfest im Juli, die historische Meilerstätte und die Köhlerei am Ochsenbach, die einzige im Ilm-Kreis und am Rennsteig, erinnern an diese Tradition. Neben dem Tourismus bilden Handwerksbetriebe und kleine Unternehmen die Wirtschaftsbasis des Ortes. Ein Sohn des Ortes ist der bekannte Filmkomponist der 20er - 50er Jahre Schmidt-Gentner (1894 - 1964). In der Heimatstube wird ihm gedacht. Tourismus war und ist ein Schwerpunkt für Neustadt am Rennsteig. Natur- und Wandertourismus und besonders der Wintersport haben ihren Platz hier. Ein gut ausgebautes Beherbergungs- und Gastronomiegewerbe bietet gute Möglichkeiten für erholsame Tage in Neustadt am Rennsteig. Im Winter findet in der Region das größte Schlittenhunderennen Mitteleuropas statt.


Altenfeld
(Staatlich anerkannter Erholungsort)

Einwohner: 1.119
Höhenlage: 600 - 810 m über NN

Der Erholungsort Altenfeld liegt als der südlichste Ort des Ilm-Kreises im Tal der Oelze zwischen dem Thüringer Wald und dem Thüringer Schiefergebirge. Altenfeld wurde 1492 zum ersten Mal erwähnt. Es bestand aber lange Zeit nur als eine Wüstung. Erst mit der Ansiedlung einer festen Glashütte 1646 begann auch die Wiederbelebung des Ortes. Wanderglashütten gab es schon zu früheren Zeitpunkten auf dem "alten feld", daher auch der Ortsname "Altenfeld". Das Glashandwerk ist auch heute noch ein Wirtschaftsträger für Altenfeld. Die Glaswarenfabrik Radschuweit, die Firma Remy & Geiser und die Glasbläsereien Koch und Krannich zeugen davon. Die 360-jährige Geschichte der Glasherstellung und -verarbeitung in Altenfeld kann man im Glasmuseum nachvollziehen. Ein Erlebnis besonderer Art ist das Musikautomatenmuseum. In Vorführungen werden Musikautomaten und Spieluhren ab 1840 gezeigt. Die vorteilhafte Lage in einem Hochtal umgeben von Bergen über 800 m und Wäldern sowie blühenden Waldwiesen schaffen beste Voraussetzungen für Erholung in reiner Natur zu allen Jahreszeiten. Der Tourismus kann deshalb in Altenfeld auf eine lange Tradition verweisen. Der Ort ist ein Etappenziel bei dem längsten Schlittenhunderennen in Mitteleuropa, der Trans-Thuringia.