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Wappen und Geschichte

Wappen des Ilm-Kreises
© Ilm-Kreis 

Das Wappen des Ilm-Kreises

Das Thüringer Landesverwaltungsamt hat am 1. Februar 1995 das Wappen des Ilm-Kreises wie folgt genehmigt:

Das Wappen ist geviertelt von Gold und Blau und zeigt oben im Feld 1 einen schwarzen, rotbewehrten, rechtsblickenden Adler, in den Feldern 2 und 3 einen goldenen, rotbewehrten, rechtsschreitenden, aufrechten Löwen, im Feld 4 auf einem schwarzen Berg eine schwarze Henne mit roter Bewehrung sowie rotem Kamm und Lappen.

Für das Wappen wurden Symbole der das Territorium ehemals prägenden Territorialherrschaften gewählt. Der Hauptanteil des heutigen Gebietes des Ilm-Kreises befand sich ehemals im Besitz der Fürsten von Schwarzburg. Deshalb wurde das Symbol des Stammwappens, der goldene Löwe auf blauem Grund, zweimal in das Wappen aufgenommen. Für die später in hennebergischen Besitz übergegangenen Gebiete, vor allem Ilmenau und Umgebung, wurde das Symbol der Grafen von Henneberg, hier vorwiegend aus ästhetischen Gründen dargestellt auf einem schwarzen Berg anstelle des grünen Dreiberges, aufgenommen. Für das Arnstädter Gebiet wurde das redende Wappen der Stadt in das Kreiswappen aufgenommen. Gleichzeitig kann der schwarze Adler in Gold auch die Schwarzburger Fürstentümer symbolisieren, da Arnstadt unter Schwarzburger Herrschaft stand.

Die am 1. Februar 1995 genehmigte Flagge des Ilm-Kreises ist geviertelt von Schwarz und Gelb und trägt das Kreiswappen.

Ein kurzer geschichtlicher Abriss

Zum heutigen Ilm-Kreis gehören Territorien von sechs ehemaligen Thüringer Fürstenhäusern:

den Käfernburger Grafen, den Henneberger Grafen, den Schwarzburger Dynastien und den Häusern Sachsen-Gotha, Sachsen-Weimar sowie Sachsen-Meiningen.

So standen im 14. Jahrhundert sowohl Ilmenau als auch Arnstadt zeitweilig unter der Herrschaft der Käfernburg-Schwarzburger Dynastien. Zu dieser Zeit ist das heutige Ilmenau, das 1273 erstmals urkundlich erwähnt wurde, bereits 1341 als Stadt bezeugt. 1343 kam Ilmenau durch Verkauf an die Grafen von Henneberg; Arnstadt blieb unter Schwarzburger Herrschaft.

Nach dem Erlöschen der Henneberger Herrscherlinie im Jahr 1583 fiel das Amt Ilmenau an das Haus Sachsen.Mit der Bildung des Landes Thüringen im Jahre 1920 wurde der Landkreis Arnstadt gebildet. Sein Territorium erstreckte sich von Rockhausen im Norden bis nach Masserberg im Süden, von Riechheim im Osten bis Holzhausen im Westen; Arnstadt war kreisfreie Stadt mit Sitz des Landkreises.

1951 wurde die Stadt Arnstadt in den Landkreis aufgenommen. 1952 erfolgte die Teilung in die beiden Kreise Arnstadt und Ilmenau; der Kreis Arnstadt wurde dem Bezirk Erfurt zugeordnet und der Kreis Ilmenau kam zum Bezirk Suhl. Nach der Gebietsreform 1994 wurden beide Landkreise wieder zu einem Landkreis mit dem Namen Ilm-Kreis und der Kreisstadt Arnstadt vereint.

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